Bischöfliches Priesterseminar Brixen seminarium insula sanctae crucis syn pietas et scientia
 
 
versione italiana

Priesterseminar Brixen
Seminarplatz 4
I-39042 Brixen
Tel.: (+39) 0472 271011
Fax: (+39) 0472 271141
e-mail

Unser Haus

Allgemeines zur Baugeschichte

Das heutige Seminargebäude (im Bild) wurde erbaut in den Jahren 1764-1771 unter Fürstbischof Leopold von Spaur an Stelle des alten Pilgerhospizes auf der Insula Sanctæ Crucis, das um 1157 vom Domherrn und späteren Bischof Richer gegründet und vom seligen Bischof Hartmann geweiht worden war.

Der Fürstbischof übertrug die Leitung des Neubaus dem Seminarpräfekten Georg Tangl aus Fulpmes zusammen mit Franz de Paola Penz aus Navis, ein priesterliches Gespann, das sich schon beim Domneubau bewährt hatte.

Tangl und Penz wollten mit dem neuen Priesterseminars einen tirolischen Escorial schaffen, natürlich nicht in den Ausmaßen des spanischen Vorbildes, wohl aber in der Grundstruktur. Die Anlage des Baues ist ein Viereck: Über dem Haupteingang im Nordwesten liegt die (alte) Bibliothek und in der Achse gegenüber die Kirche, was - passend für eine Ausbildungsstätte - ausdrücken will, dass man durch das Studium der Theologie zu Christus kommt. Der Innenhof wird von der hochaufragenden Fassade der Kirche beherrscht. Eine Rundbogennische (vergleichbar dem Belvederehof im Vatikan) flankiert von Pilastern mit Statuen der Brixner Stadtpatrone Ingenuin und Albuin in den Nischen und einem Dreiecksgiebel mit gemalten Kreuz in einer Rocaillemuschel sind der Untersatz für das bewegte Türmchen, das auf dem Giebel sitzt. Heute ist die von Tangl und Penz gewollte Wirkung etwas gedämpft durch die aufgrund der steigenden Zahl der Seminaristen notwendige Erhöhung des Seminars um ein Stockwerk im Jahre 1890. Der vom ursprünglichen Geviert wegführende Nordostflügel wurde ebenfalls um 1890 angebaut.

In den Jahren 1957/58 ließ Bischof Joseph Gargitter das Seminar vollständig umbauen, im Jahre 1989 kam es zu einer neuerlichen baulichen Erweiterung, um den neu entstandenen Instituten für theologische Bildung und der wachsenden Bibliothek genügend Raum geben zu können.


  Multimedia Doku