Bischöfliches Priesterseminar Brixen seminarium insula sanctae crucis syn pietas et scientia
 
 
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Priesterseminar Brixen
Seminarplatz 4
I-39042 Brixen
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Unser Haus

Die Seminarkapelle

An der Stelle der modernen Hauskapelle war bereits früher die Seminarkapelle eingerichtet. Diese Vorgängerkapelle ist deshalb bemerkenswert, da - lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil - der Altar in der Mitte stand; die Sitzbänke waren rund um den Altar aufgestellt.

Im Jahre 1994 hat man einen Umbau der Kapelle durchgeführt. Der Raum, wie er sich jetzt präsentiert, macht einen hellen Eindruck und ist auch für Feiern in einer kleinen Gemeinschaft geeignet. Die Kapelle ist dem hl. Josef Freinademetz geweiht, unter dem Altar sind Reliquien des sel. Otto Neururer beigesetzt. Beide hatten in unserem Haus studiert und so auch in diesem Raum - in der Vorgängerkapelle - gebetet.

Das moderne Altarbild ist sehr abstrakt und bietet sich deshalb für verschiedenste Interpretationen an. Die Künstlerin Veronika Maria Steiner wollte dem Pfingstereignis, der Herabkunft des Heiligen Geistes Ausdruck verleihen. Dabei lässt sie sich inspirieren von der Pfingstpredigt des Petrus (Apg 2,14-36).

Die Künstlerin schreibt über das Bild: "Quelle: Erlösung und Reinigung durch die lebendigen Wasser; das Fließen des Logos; die Quelle des Lebens verleiht Unsterblichkeit und ist auch der Heilige Geist. Eine Quelle bedeutete den plötzlichen Zugang zu Wissen oder die Öffnung des ,Auges des Herzens`. Der Springquell der Gnade. Die Wasser des Lebens sind die Erkenntnis Gottes. Die Quelle der lebendigen Wasser ist Gott. ... Feuerzungen: Spirituelle Kraft, Erleuchtung, Umwandlung, Erneuerung des Lebens, göttliche Offenbarung. Taube: vom Geist inspiriertes Denken. Der Übergang von einer Seinsart in die andere. Der Lebensgeist. Die Seele; der Geist des Lichts; der Heilige Geist." Bischof Wilhelm Egger schreibt zum Bild: "In der Erzählung von Sturm, feurigen Zungen, Sprachenwunder ist relativ viel offen, es lässt sich auch in der bildlichen Darstellung nicht ,festnageln`. Es hängt vom Betrachter ab, welche Visionen und Träume er hat, das Bild soll für sich sprechen als Herausforderung zur Auseinandersetzung. Das, was von oben herabkommt (blau: das Geistige des Geistes; rot: die Feuerzungen, das Begeisternde des Geistes) soll die Menschen überkommen, und sie können dadurch wirken, wie, das bleibt offen, ist also nicht dargestellt."
Die Terracottaplastik der Madonna und der Kreuzweg stammen von Maria Delago, das Bild des seligen Otto Neururer von Annelies Frenes Hitthaler.


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