Geschichte des Priesterseminars
Die Domschule als Vorläuferin des
Priesterseminars
Es gab wohl schon vor der Verlegung des
Bischofssitzes nach Brixen (im 10. Jh.) auf Säben eine Domschule.
Karl der Große hatte ja für sein Reich Vorschriften zur Gründung
solcher Schulen erlassen und war sehr auf die Durchführung dieser
Vorschriften bedacht. Urkundlich nachweisbar ist eine Domschule
zur Vorbereitung für den geistlichen Stand aber erst für die Zeit
des Bischofs Albuin († 1006). Sie hatte damals bereits ein so
bedeutendes Ansehen, dass die Schüler von weit her nach Brixen
kamen. Gelehrt wurde - wie überall an den Dom- und Klosterschulen
- das Trivium (Grammatik, Dialektik und Rhetorik) und das
Quadrivium (Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik).
Dem großen Reformer, Kardinal Nikolaus Cusanus, der von 1450-1464
Bischof von Brixen war, lag weniger die Domschule als die
Fortbildung des Klerus am Herzen. Dazu hat er Diözesansynoden
einberufen und sogar ein eigenes Werk verfasst. Weiters versuchte
er den Missstand der Wanderpriester, die keiner Diözese zugeordnet
waren, abzustellen.
1579 wurde die Domschule durch einen neuen Lehrplan bedeutend
verbessert, 1742 wurde die alte Lateinschule in ein modernes
Gymnasium umgewandelt.
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